Finasterid | Das Haarwuchsmittel für Männer

Für den Großteil der Männer geht mit dem Verlust der Haarpracht auch ein Verlust der eigenen Attraktivität einher. Um das Zurückweichen des Haaransatzes und die Ausbildung einer "Platte" zu verhindern, greifen viele Betroffene deshalb auf vermeidliche Haarwuchsmittel zurück. Abhilfe schaffen aber nur die Wenigstens. Das mit Abstand gesichertste Mittel ist Finasterid. Auf diesen Wirkstoff gehen wir im Folgenden genauer ein und klären wichtige Fragen.

Was bewirkt Finasterid?

Finasterid ist ein selektiver 5-alpha-Reduktase Hemmer und diente ursprünglich der Behandlung der benigne Prostatahyperplasie. Wie bei Minoxidil kam es bei den Patienten im Zuge der Therapie zu verstärktem Haarwuchs.Eine später durchgeführte Studie mit nur 1 mg zeigte, dass Finasterid bei 80-90% der männlichen Probanden den Haarausfall stoppt, überraschenderweise konnte sogar bei 65% eine Verdichtung des Haupthaares festgestellt werden. Grund für den erstaunlichen Erfolg ist, dass Finasterid direkt an einer der Hauptursachen ansetzt.

So blockiert der Wirkstoff jenes Enzym, das für die Umwandlung von Testosteron zu Dihydrotestosteron (DHT) verantwortlich ist. Da vor allem bei den von betroffenen Haarfollikeln eine erhöhte Enzymaktivität vorliegt und diese zudem noch extrem sensibel auf DHT reagieren, kann die hemmende Wirkung von Finasterid zumindest die Haarfollikel vor einer "schädlichen" DHT-Konzentration schützen. Hiermit kann dem Haarausfall Einhalt geboten werden, außerdem können schon leicht verkümmerte Haarfollikel wieder revitalisiert werden. Ersichtlich wird dies vor allem durch einen erhöhten Haardurchmesser. Voraussetzung für ein zufriedenstellendes Ergebnis ist aber, dass die Haarfollikel noch ausreichend intakt sind. Schon zu stark verkümmerte Follikel können leider nicht mehr belebt werden.

Mit den ersten Behandlungserfolgen ist nach 3 Monaten zu rechnen. Nichtsdestotrotz sollten bis zur endgültigen Beurteilung 6-9 Monate vergehen. Wichtig ist auch noch zu erwähnen, dass man(n) dem Haarausfall nur so lange entgegenwirkt, wie das Medikament eingenommen wird!

Nebenwirkungen von Proscar (Finasterid)
Gegen die Einnahme spricht, dass Finasterid systemische Nebenwirkungen hervorruft. Und obwohl diese nur bei einer Minderheit auftreten, darf man(n) sie nicht außer Acht lassen. So kommt es durch die Einnahme von 1mg Finasterid bei  1-2% der Anwender zu einer Verringerung der Libido, auch verringertes Ejakulationsvolumen bzw. verringerte Spermienqualität kann das Ergebnis des niedrigen DHT-Spiegels sein - aufgrund dessen sollte bei bestehendem Familienwunsch von einer Behandlung abgesehen werden. Selten führt die Einnahme von Proscar Tabletten zu einer Vergrößerung der Brustdrüsen. Glücklicherweise verschwinden diese Begleiterscheinungen nach dem Absetzten meist ziemlich schnell wieder. In letzter Zeit mehren sich dennoch die Hinweise, dass einige Nebenwirkungen in seltenen Fällen sogar nach Beendigung der Therapie weiter bestehen.

5-Alpha-Reduktase?

5-Alpha-Reduktase ist ein Enzym, welches hauptsächlich bei Wirbeltieren vorzufinden ist und 3 unterschiedliche Formen (Isoformen) aufweist. Diese befinden sich überwiegend in folgenden Arealen.

Typ 1 in nicht genitaler Haut und im Gehirn.
Typ 2 in der Prostata, Nieren und Muskeln
Typ 3 in der Haut, Herz und Hoden

Alle 3 Isoformen dienen aber dem gleichen Zweck, der Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron  (Dht).
Ein Mangel am Enzym 5-Alpha-Reduktase führt also unweigerlich zu einer verminderten Konzentration an Dht. Bei Männern mit erblich bedingtem Haarausfall ist dies der gewünschte Effekt, da deren Haarfollikel mit zunehmendem Alter immer sensibler auf dieses Hormon reagieren

Wo Propecia (Finasterid) kaufen?

Finasterid ist nicht rezeptfrei und somit nur mit einem Rezept erhältlich. Da der anlagebedingte Haarausfall nicht als Krankheit angesehen wird, müssen Sie das Medikament meist auch noch gänzlich aus eigener Tasche bezahlen. Nur bei Personen, die erheblich unter dem Haarausfall leiden, erklären sich manche Krankenkassen bereit, die Kosten zu übernehmen. Alternativ zum üblichen Weg können Sie Finasterid auch online bei Online Medikamente Bestellservice kaufen/bestellen. Hierfür müssen aber Angaben hinsichtlich Ihrer Person und Krankengeschichte gemacht werden. So werden die Körperdaten (Körpergröße, Körpergewicht) abgefragt. Außerdem müssen Sie Auskunft über bestehende/vergangene Erkrankungen geben. Die Einnahme von Medikamenten sollte selbstverständlich bekannt gegeben werden. Auf Ihren Wunsch hin kann der Hausarzt obendrein über die Ergebnisse der Onlineberatung informiert werden.

Welche Mittel stehen noch zur Verfügung?

Obwohl das Prostatamittel beim Großteil der Anwender den Haarausfall stoppt bzw. die Haardichte erhöht, gibt es dennoch eine immense Nachfrage nach alternativen Haarwuchsmitteln. Dies ist nur allzu verständlich, vor allem wenn man(n) bedenkt, welche Nebenwirkungen mit der Einnahme der Tabletten einhergehen können. Auch sollte berücksichtigt werden, dass anlagebedingtem Haarausfall nur solange entgegengewirkt wird, wie die Haarwuchsmittel angewendet werden.

Erfreulicherweise gibt es noch andere Mittel, denen eine haarwachstumfördernde Wirkung nachgesagt wird. Die Vor- und Nachteile dieser Substanzen werden weiter unten erläutert.

 

Pantostin

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Pantostin ist ein Erzeugnis vom Pharmakonzern Merz und enthält den Wirkstoff Alfatradiol. Diese Substanz wird äußerlich angewendet und wirkt somit direkt am Ort des Geschehens . Nach Angaben des Herstellers hemmt Alfatradiol die Bildung des „haarwuchsfeindlichen“ Dihydrotestosterons. Als gesichert gilt, dass Pantostin den Anteil der im Wachstum befindlichen Haare steigert. Erfahrungsgemäß kann der Wirkstoff das Fortschreiten des Haarausfalls verlangsamen, im besten Fall sogar stoppen. Alfatradiol ist eigentlich ein weibliches Geschlechtshormon, hat aber aufgrund der leicht veränderten Form keine hormonelle Wirkung, weshalb auch Männer darauf zurückgreifen können. Nebenwirkungen treten nur selten auf. Sollten aber Hautirritationen auftreten, sind diese meist auf den im Pantostin enthaltenen Alkohol zurückzuführen. Trotz der guten Verträglichkeit sollten Personen unter 18 Jahren, stillende bzw. schwangere Frauen von dem Gebrauch Abstand nehmen. Grundsätzlich ist ein Arztbesuch anzuraten.

Zink
Zink ist ein essenzielles Spurelement und für zahlreiche biologische Prozesse unabdingbar. So ist Zink unter anderem am Kohlenhydratstoffwechsel und Säure-Basen-Stoffwechsel beteiligt. Außerdem steigert das Spurenelement die Abwehrkräfte und bekämpft freie Radikale, zudem hemmt es Entzündungsprozesse. Zusätzlich zu diesen gesundheitsfördernden Eigenschaften hat Zink eine hemmende Wirkung auf die  5-Alpha-Reduktase. Offensichtlich wurde dies bei Aknepatienten. Es stellte sich heraus, dass diese oftmals an Zinkmangel leiden und von einer zusätzlichen Substituierung profitieren.So verbessert sich durch die Einnahme das Hautbild sowie das subjektive Befinden. Dies dürfte auf die erwähnte DHT-senkende Wirkung zurückzuführen sein. Aber auch antibiotische und entzündungshemmende Eigenschaften haben keinen unerheblichen Anteil daran. Inwieweit sich diese Eigenschaften aber positiv auf den anlagebedingten Haarausfall auswirken, ist kaum erforscht. Auch lassen Erfahrungsberichte nur sehr bedingt den Schluss zu, dass dieses Spurenelement bei dieser Form des Haarausfalls hilfreich ist.

Minoxidil
Für viele ist es das Mittel der Wahl. Im Gegensatz zu den anderen hier vorgestellten Mitteln beruht dessen Wirkung nicht auf der Hemmung der 5-Alpha-Reduktase. Die Rede ist von Minoxidil. Dieser Wirkstoff wird äußerlich angewendet und ist vor allem wegen seiner guten Verträglichkeit beliebt. Zwar können bei den Minoxidilpräparaten Nebenwirkungen wie Akne oder Hautirritationen auftreten, diese sind aber selten und hauptsächlich dem zugefügten Alkohol geschuldet. Da der Wirkstoff kaum in den Kreislauf gelangt, sind mit systemischen Nebenwirkungen nicht zu rechnen. Die genaue Wirkungsweiße von Minoxidil liegt noch im Dunkeln. Höchstwahrscheinlich dürfte aber die durchblutungsfördernde Eigenschaft maßgelich sein. Denn durch den gesteigerten Blutfluss werden die Haarwurzeln wieder besser mit Nährstoffen versorgt.

Dutasterid - das neue Finasterid?

Dutasterid ist wie Finasterid ein 5α-Reduktasehemmer und wird zur Behandlung bzw. Prävention der benignen (gutartigen) Prostatahyperplasie eingesetzt.
Im Gegensatz zu Finasterid hemmt Dutasterid aber alle 3 Isoformen des Enzyms, weshalb dieses Arzneimittel auch als nicht-selektiver 5α-Reduktasehemmer bezeichnet wird. Die Blockierung alle Isoformen führt zwangsläufig zu einer stark verminderten Konzentration von DHT. So vermag es Dutasterid, den DHT-Spiegel im Serum um bis zu 90% zu senken. Zum Vergleich, Finasterid reduziert diesen "nur" um 70%. Nicht mal 5mg Finasterid bewirken in der Kopfhaut eine derart niedrige DHT-Konzentration wie 0,5 mg des
nicht-selektiven Hemmers. Dutasterid ist demnach ein weitaus potenterer Wirkstoff. Hiermit gehen aber auch stärkere Nebenwirkungen einher. So klagen 6% über eine verringerte Libido. Über eine Brustvergrößerung und/oder einer gesteigerten Drückempfindlichkeit berichten 1.3%. Auch verringert der Wirkstoff bei vielen Anwendern das Ejakulationsvolumen.

Dutasterid und Haarausfall

Ob Dutasterid der Standardtherapie überlegen ist, ist bis heut noch nicht ausreichend erforscht. Zwar liegt hierzu eine kleine Studie mit 416 Männern vor, welche zu dem Ergebnis kam, dass die Einnahme von 2,5 mg des nicht-selektiven 5α-Reduktasehemmers zu besserem Haarwuchs führte wie die Einnahme von 5 mg Finasterid. Da diese Studie aber nur eine kleine Teilnehmerzahl umfasste und sich nur über einen Zeitraum von 24 Wochen erstreckte, bedarf es zur Klärung der Frage noch eine großangelegte und langandauernde Studie. Leider hegt der Hersteller diesbezüglich keine Ambitionen mehr, womit die Zulassung als Haarwuchsmittel in weite Ferne rückt. Auch gilt die Einnahme einer derart großen Menge als bedenklich, vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass bei der Behandlung der benignen Prostatahyperplasie nur eine Dosis von 0,5 mg/täglich eingenommen wird. Es kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass eine Langzeiteinnahme zu Langzeitschäden führt.