Arganöl und Kokosöl für die Haare

Haaröle sind in aller Munde. Sie werden regelrecht als Wundermitte gegen überbeanspruchtes Haar gehandelt. So versprechen diese Produkte mattes, sprödes und stumpfes Haar zu altem Glanz zu verhelfen. Aber nicht nur das Haar profitiert von den vielen Inhaltsstoffen, sondern auch trockene und gereizte Haut wird mit allem Nötigen versorgt.

Gegenwärtig steht ein schier unendliche Anzahl an verschiedensten Ölen/Conditioner zu Auswahl. Am bekanntesten sind höchstwahrscheinlich Arganöl, Kokosöl und Mandelöl. Sie alle spenden Feuchtigkeit, versorgen die Haare mit verschiedensten Vitalstoffen und schützen diese vor schädlichen Umwelteinflüssen. Außerdem halten sie das Haar geschmeidig und bewahren es vor Spliss.

Am gerade Erwähnten lässt sich nur allzu leicht erkennen, warum Haaröle dermaßen beliebt sind und diese einen festen Platz im Baderegal verdienen. Erfahren Sie nun mehr über diese Wundermittel. Im Folgenden gehen wir im Speziellen auf Kokosöl ein und zeigen auf, bei welchen Haarproblemen Kokosöl unserer Erfahrung nach angebracht ist. Außerdem räumen wir mit unhaltbaren Versprechungen auf. Zuallererst aber wird das Naturöl allgemein abgehandelt.

Kokosöl nicht nur gut für Haut und Haar

Kokosöl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen und gilt geradezu als Allroundmittel. In einigen Kulturen stellt Kokosöl sogar ein Grundnahrungsmittel dar. Aufgrund der speziellen Eigenschaften und dem unaufdringlichen Eigengeschmack kommt das Pflanzenfett überwiegend in der Küche zum Einsatz. Insbesondere Vegetarier greifen gerne auf dieses Nahrungsmittel zurück. Da Kokosöl im Gegensatz zu Butter kaum Wasser, Eiweiß oder Milchzucker enthält, ist das Naturprodukt extrem hitzebeständig und eignet sich deshalb perfekt zum Frittieren.Obendrein findet Kokosöl zumeist beim Kochen, Backen und Braten Anwendung. Eine weitere Eigenschaft, die sofort ins Auge fällt, ist der niedrige Schmelzpunkt des Pflanzenfettes. Dieser liegt bei 23-26° und ist dem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren geschuldet.

Diese sind im hohen Maße in tierischen Fetten enthalten und sind als gesundheitsschädlich verschreien. Und das zu Unrecht. Zwar liegen Studien vor, welche den gesättigten Fettsäuren einen negativen Einfluss auf die Cholesterinwerte attestieren. So steigen diese den LDL-Cholesterin-Wert („böses“ Cholesterin) und  den Gesamtcholesterin. Demgegenüber stehen aber neuere Untersuchungen, welche die gesundheitsfördernden Eigenschaften hervorheben. So ergab eine Metanalyse, dass die in Kokosöl enthaltenen Fettsäuren wichtige körperliche Parameter verbessern. Insbesondere die Blutzucker-, Blutdruck- und Triglyceridwerte verschieben sich ins Positive, aber auch der Bauchumfang und der BMI nehmen ab.

Diese Wirkungen dürften unter anderem einer speziellen Fettsäure zu verdanken sein. Denn schaut man sich das Fettspektrum genauer an, fällt vor allem der hohe Anteil an Laurinsäure auf. Um diese Fettsäure ist in letzter Zeit geradezu ein Gesundheitshype entbrannt. Denn Laurinsäure lässt sich nicht so schnell in Körperfett umwandeln, vielmehr wird sie direkt zur Energiegewinnung herangezogen. Außerdem wirkt sie antibakteriell. Vor allem grammpositiven Bakterien wird so das Leben schwer gemacht, aber auch Krankheitserreger wie Grippe-, Herpes- und Hepatitis-C-Viren werden von Laurinsäure inaktiviert. Zusätzlich fördert die mittelkettige Fettsäure die Produktion des gefäßschützenden HD-Cholesterins.

 Kokosöl für die Haare

Nicht nur in der Küche kommt Kokosöl zum Einsatz, auch etliche Kosmetikhersteller haben von den zahlreichen positiven Effekte Kenntnis genommen und ihre Produkte mit dem nährstoffreichen Kokosöl angereichert. So gibt es heutzutage neben Conditioner auch Haaröle, Shampoos, Lippenbalsame, Massageöle und viele weitere Produkte, die das nährstoffreiche Öl enthalten. Vor allem in Haarpflegeprodukte ist Kokosöl gerne gesehen. Und das aus gutem Grund. Denn aufrund der speziellen Eigenschaften gelangt das Naturöl sogar in tiefere Haarschichten und vollbringt dort wahre Wunder. Zudem hemmt es Schuppenbildung und versorgt das Haar mit Feuchtigkeit. Folge hiervon ist sowohl glänzendes als auch weiches Haar. Natürlich wirkt sich ein Zuviel negativ auf das Haarbild aus. So beschwert das Naturöl die Haare und lässt sie nur allzu oft strähnig erscheinen.

Um dem zu entgehen und dennoch von den positiven Effekten zu profitieren, bietet sich ein Conditioner von myrto an. Dieser enthält neben Kokosöl auch noch zahlreiche ätherische Öle und Weizenproteine. Letzteres sorgt zusätzlich für mehr Volumen und Glanz. Empfehlenswert ist der Conditioner auch wegen des fehlenden Alkohols/Silikons. Da Conditioner grundsätzlich nur in die Spitze massiert werden, entfällt natürlich die Wirkung auf die Kopfhaut.

Mehr über die richtige Anwendung von Conditioner!

 

Für gesundes und widerstandsfähgies Haar reicht ein Shampoo allein nicht aus. Während das Shampoo die Haare und die Kopfhaut reinigen, sorgen Conditioner für die anschließende Pflege und den Schutz. Sie zaubern aus spröden, trockenen und glanzlosen Haaren in Nu eine geschmeidige, top gepflegte und glänzende Haarpracht mit Wow-Effekt. Damit das Haar aber nicht zusätzlich beschwert wird oder gar fettig aussieht, sollten einige Dinge beachtet werden.

Im Handumdrehen schönes und gepflegtes Haar

Ein Conditioner ist nichts anderes als eine Haarspülung und wird nach dem Haarwaschen aufgetragen und einmassiert. Für ein optimales Ergebnis sollte das Produkt sanft in die Längen einmassiert werden und mit einem Kamm verteilt werden. Der Haaransatz kann entweder ganz ausgelassen werden oder mit einer geringen Menge bearbeitet werden. Conditioner wirken blitzschnell: Nach ungefähr einer Minute sind die Haare mit einer pflegenden Schicht umhüllt und die Spülung kann wieder ausgewaschen werden. Gründliches Spülen ist dabei Pflicht.

Verschiedene Haare – verschiedene Conditioner

Colorierte Haare sind meist in der Struktur angegriffen und trocken. Produkte für trockenes Haar, die vor Farbverlust schützen sind dann die beste Wahl. Für dünnes und feines Haar eignen sich Conditioner, die Volumen versprechen.

Anders sieh es bei One&Only aus. Das kokos- und mandelölhaltige Pflegeprodukt wird sowohl in die Kopfhaut als auch ins Haar massiert. Neben dem Einsatz als Haaröl bietet sich das Produkt auch als wohltuendes Körperöl/Massageöl an, das direkt nach einem Bad angewendet wird, um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen. Diese Kombination aus Kokos- und Mandelöl zieht schnell ein und hinterlässt einen angenehmen Geruch. Zu bemängeln ist bei dem Allroundmittel einzig und allein der Preis. So schlagen 100 ml mit über 11€ zu Buche.

Anwendung Haare: 1-2h vor dem Wäschen dem Haare einmassieren

Anwendung Haut: Direkt nach dem Bad auftragen

 Kokosöl gegen Haarausfall?

Vielerorts ist immer wieder zu lesen, dass Kokosöl sogar das Haarwachstum anregt. Selbst bei Haarausfall soll das Naturöl helfen. Was ist hiervon aber zu halten? Nun, diesbezüglich gibt es weder aussagekräftige Studien noch authentische Erfahrungsberichte. Demgemäß sind diese Werbeversprechungen mit besonderer Vorsicht zu genießen. Insbesondere bei anlagebedingtem Haarausfall hilft die äußerliche Anwendung von Vitaminen, Mineralstoffen oder Antioxidantien keinsesfall. Demgegenüber zeigt sich die Einnahme von speziellen Nährstoffpräparaten durchaus als nützlich.

 

Vor allem Präparate, die neben B-Vitaminen auch noch mit L-Cystin enthalten, unterstützen nachweißlich das Haarwachstum. Allerdings muss Priorin mehrere Wochen (3-6 Monate) eingenommen werden, bevor eine sichtbare Verbesserung eintritt. Neben der Zunahme der Haardichte erhöht das Produkt die Reisfestigkeit der Haare und verbessert deren Oberflächenstruktur. Der gleiche Hersteller bietet übrigens ein Shampoo an. das sich vor allem für dünnes Haar eignet. Gemäß des Herstellers versorgt das Shampoo genauso wie Kokosöl das Haar mit Feuchtigkeit, wirkt Splissbildung entgegen und macht es kämmbarer. Das Provitamin B5, Hirseextrakt und Glykoproteinreiche Shampoo erhöht zudem das Volumen. Und all das ohne die Haare zu beschweren!

Spröde Haare

Bei spröden Haaren handelt es sich um Haare, deren äußeren Schicht in Mittleidenschaft gezogen wurde. Ersichtlich ist dies vor allem durch fehlenden Glanz und Geschmeidigkeit. Außerdem wirken die Haare strohig/trocken und sind zudem schlecht kämmbar. Ursachen diesbezüglich sind vielfältig. In der Regel aber sind aggressive Shampoos und das übermäßige Haarewaschen dafür verantwortlich. Allerdings spielen auch Umweltbedingungen eine beachtliche Rolle.So entziehen sowohl hohe als auch niedrige Temperaturen dem Haar wichtige Feuchtigkeit. Bei Menschen mit langen Haaren ist diese Problematik sowieso allgegenwärtig. Denn je länger die Haare sind, desto weniger feuchtigkeitsspendender Talg gelangt in die Spitzen. Ohne dem fetthaltigen Sekret fehlt aber ein wichtiger Schutzfilm, welcher für die Haare aber unabdingbar ist. Und genau hier kommt Kokosöl ins Spiel.

Die häufigsten Ursachen für sprödes Haar

  • aggressive Shampoos
  • übermäßiges Haarewaschen
  • starke Sonnenbestrahlung
  • Vitaminmangel
  • Minerarststoffmangel
  • Eiweißmangel
  • starkes Kämmen
  • heiße Föhnluft
  • Hormonschwankungen

Schreckgespenst Haarbruch

Genauso wie sprödes Haar ist auch Haarbruch ein überaus beklagenswerter Umstand. Im Gegensatz zum Erstgenannten entsteht Haarbruch aber infolge von Schädigungen tiefer liegende Haarschichten. Charakteristisch für Haarbruch sind vor allem die kleine weiße Punkte/Knötchen. Weisen viele Haare dieses Wesensmerkmal auf, erweckt das den Anschein, als würde man an übermäßiger Schuppenbildung leiden. Bei genauer Betrachtung der erkrankten Haarschäfte erinnert deren Aussehen  an Bambusrohr, weshalb das Leiden auch als Haarknötchenkrankheit oder Bambushaarsyndrom bezeichnet wird. Hervorgerufen wird Haarbruch in der Regel durch chemische oder physikalische Beanspruchung. Insbesondere aggressive Färbemittel, starke Bleichmittel und falsche Pflegemittel belasten das Haar im besonderen Maße. Zu den physikalischen Beanspruchungen zählen Übermäßiges kämmen, der Einsatz von ungeeigneten Bürsten und das tragen von Haargummis. Außerdem verschlimmert heißes Föhnen, die Verwendung eines Glätteisen bzw. Lockenstab, diese Problematik

Arganöl

Genauso wie Kokosöl erfährt das aus Marokko kommende Arganöl großes mediales Interesse. Sowohl zahlreiche Zeitungsartikel als auch die immens gestiegenen Suchanfragen bei Google belegen die Attraktivität des Naturöls. Dies dürfte nicht nur auf die exzessive Vermarktung zurückzuführen sein, sondern auch auf den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. So pflegt Arganöl mit dessen zahlreichen Inhaltsstoffen Haut und Haar. Zudem wirkt es durch seinen hohen Anteil an Antioxidantien Alterserscheinung entgegen und hemmt Entzündungsprozesse. Innerlich angewendet hat Arganöl einen positiven Einfluss auf Blutfett- und Zuckerwerte. Außerdem scheint das Naturöl eine interessante Alternative für Allergiker zu sein, denn die im Arganöl enthaltenen Flavonoide hemmen die übermäßige Freisetzung von Histamin und schaffen auf diesem Weg Abhilfe.

 

Haarpflege

Kraftloses, mattes und sprödes Haar ist oftmals das Ergebnis einer unsachgemäßen Pflege. Durch die Anwendung aggressiver Shampoos entziehen wir unserem Haar wichtige Fette. Diese sind aber für die Geschmeidigkeit derselben unerlässlich. Außerdem trägt der Talg zu einem gesunden Hautmilieu erheblich bei. Um diese Schutzfunktion aufrechzuerhalten bedarf es meist nur einer schonenden Pflege. Als Mittel der Wahl gelten deshalb natürliche Shampoos.