Haarwuchsmittel | Mittel gegen Haarausfall

Menschen mit Haarausfall leiden nicht nur an den Begleiterscheiterscheinungen, sondern auch unter der Tatsache, dass sich das geliebte Haar mit zunehmendem Alter immer stärker lichtet. Alleine vom anlagebedingten Haarausfall sind über 60% der Männer und bis zu 30% der Frauen betroffen. Schon aufgrund dieser Zahlen kann man erahnen, welche enorme Umsätze sich mit dem Verkauf von haarwuchsfördernden Mitteln erziehen lassen. Ein Blick auf das Überangebot bestätigt die wirtschaftliche Relevanz der Haarwuchsmittel. Das Sortiment reicht von Vitaminpräparaten bis hin zu apothekenpflichtige Wirkstoffe. Hiermit sind die Behandlungsmöglichkeiten noch längst nicht ausgereizt, denn sogar verschreibungspflichtige Medikamente sollen dem Fortschreiten des Haarausfalls Einhalt gebieten.


Erfahren Sie im Folgenden, welche Haarwuchsmittel sich bewährt haben, wie diese wirken, mit welchen Nebenwirkungen Sie zu rechnen haben und welchen Ergebnisse realistisch sind.

 

Pantovigar

Der Mensch verliert gewöhnlich bis zu 100 Kopfhaare täglich. Wird diese Anzahl über einen längeren Zeitraum überschritten bzw. nimmt die Haardichte insgesamt immer weiter ab, kann diffuser Haarausfall vorliegen. Da diese Form verschiedenste Ursachen haben kann, sollte als erstes abgeklärt werden, ob eine Krankheit, Vitaminmangel oder sonstige Ursachen den Haarausfall bedingen.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Pantovigar

Cystin, diese Aminosäure ist für den Aufbau von Haut und Nägel unabdingbar.

Medizinalhefe beinhaltet viele Vitamine, Aminosäuren, Mineralien und Spurenelemente.

B-Vitamine sind unter anderem für Stoffwechselvorgänge in den Haarwurzeln erforderlich.

Keratin ist ein Hauptbestandteil von Haaren, Finger- und Zehennägel

Fazit: 3.5 Stars

Neben Priorin  steht mit Pantovigar  eine Wirkstoffkombination zur Verfügung, die nachweislich das Haarwachstum verbessert. So konnte festgestellt werden, dass dieses Präparat die Anzahl der Anagenhaare (Haare im Wachstum) erhöht. Ebenfalls sinkt die Haarausfallrate und die Haare gewinnen an Widerstandsfähigkeit. Durch diese Umstände verbessert sich letztendlich auch das Haarbild -mehr Haarfülle, bessere Haarstruktur. Was Pantovigar leider kaum zu bewirken vermag, ist eine Steigerung der Haardicke und Haaranzahl. Eine Verbesserung ist erst nach 3-6 Monaten feststellbar.

 

Bio-H-Tin (Minoxidil)

Minoxidil gehört zur Wirkstoffklasse der Antihypertensiva und wurde 1970 zur Behandlung von Bluthochdruck in den USA entwickelt. Bei vielen Patienten kam es im Zuge der Behandlung zu  verstärktem Haarwuchs. Diese Nebenwirkung machte Minoxidil als Haarwuchsmittel interessant.

Wirkungsmechanismus

Auf welchem Wirkungsmechanismus Minoxidil genau beruht, ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Es wird aber angenommen, dass Minoxidil die Durchblutung der Haarfollikel verbessert und diese deshalb wieder mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden. Infolgedessen vergrößern sich die Haarfollikel wieder und bilden kräftigere und dickere Haare. Zusätzlich steigert Minoxidil die DNA-Synthese in den Haarfollikelzellen.

Anwendung

Für die Behandlung steht der Frau eine 2%ige und dem Mann eine 5%ige Lösung bzw.Schaum zur Verfügung.  Nach Angaben des Herstellers sollte, um die besten Resultate zu erzielen, zweimal täglich 1 ml auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Um eine gleichmäßige Benetzung der Kopfhaut zu gewährleisten, muss die Tinktur 1 Minute einmassiert werden. Seit Kurzem kann das weibliche Geschlecht einen speziell entwickelten 5%igen Schaum anwenden. Der große Vorteil gegenüber der 2%igen Lösung ist, dass der Schaum nur einmal am Tag aufgetragen werden muss. Außerdem ist dieser anwendungsfreundlicher und durch den fehlenden Propylenglykol-Anteil um einiges verträglicher.

Wichtig: Sollte die Behandlung des anlagebedingten Haarausfalls eingestellt werden, schreitet der Haarverlust weiter voran. Demnach wird diesem nur so lange entgegengewirkt, wie die Produkte angewendet werden!!

Nebenwirkungen

Obwohl die lokale Anwendung relativ nebenwirkungsarm ist, können bei manchen Begleiterscheinungen auftreten. So klagen einige Anwender über Rötungen, Schuppenbildung und Hautirritationen. Mit systemischen Nebenwirkungen ist eigentlich nicht zu rechnen, da nur ein marginaler Anteil tatsächlich resorbiert wird.

Hilfe, plötzlich starker Haarausfall!

In den ersten Wochen ist es möglich, dass der Haarausfall zunimmt. Dieses Phänomen nennt der Fachmann shedding und kann als gutes Ansprechen auf die Therapie gedeutet werden. Die genaue Ursache hierfür ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich aber werden vermehrt alte Haare durch frisch Heranwachsende ersetzt. Nach ein paar Wochen sollte sich der Haarverlust normalisiert haben.

Wichtig ist die Behandlung konsequent weiterzuführen.

Wo ist Bio-H-Tin (Minoxidil) günstig erhältlich?

Im Gegensatz zu den Produkten für die innerliche Behandlung können die lokalen Therapeutika ohne Rezept erworben werden. Diese sind aber dennoch apothekenpflichtig und somit nur in Apotheken erhältlich. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Haartonikum  direkt vor Ort zu mischen. Da aber Minoxidil nur schwer löslich ist, raten wir von dieser Option ab. Viel einfacher und kostengünstiger sind die Produkte online erhältlich.

Fazit: 4.5 Stars
Es steht außer Frage, dass Minoxidil zurzeit das wirksamste frei verkäufliche Haarwuchsmittel gegen anlagebedingten Haarausfall ist. Dies bezeugen nicht nur Studien, sondern auch zahlreiche Erfahrungsberichte. Bessere Ergebnisse lassen sich meist nur noch mit dem Wirkstoff Finasterid erzielen. Da dieses Haarwuchsmittel (nur für Männer zugelassen) aber stärkere Nebenwirkung hervorruft, ist Minoxidil wohl das Mittel der Wahl. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Wirkstoff vor allem im Anfangsstadium die bestehenden Haare stärkt, darüber hinaus aber auch noch leichten Haarneuwuchs fördert.  Minoxidil ist unter anderem in Bio-H-Tin (2% u 5%) und Alopexy (5%) enthalten. Etwas kostenspieliger, dafür aber ohne Propylenglykol-Anteil ist die Schaum-Variante Der Schaum ist außerdem angenehmer aufzutragen und "verklebt" das Haar nicht so stark wie die Lösung!

Frau im mittleren Alter mit geringer Haardichte im Scheitelbereich. Das rechte Bild entstand mehrere Monate nach Behandlungsbeginn. Erstaunliche Verbesserung sichtbar. Natürlich spricht nicht jeder derart gut auf die Behandlung an, oftmals muss man sich schon mit dem Stopp des Haarausfalls zufriedengeben.

Ketoconazol

Der anlagebedingte Haarausfall geht oftmals mit verschiedensten Begleiterscheinungen einher. Insbesondere übermäßige Schuppenbildung, starker Juckreiz und schnell fettendes Haar seien hier angeführt. Letzteres ist das Ergebnis einer erhöhten Talgproduktion. Dieser ist es auch zu verdanken, dass der Hefepilz Malassezia furfur, eigentlich ein Bestandteil der natürlichen Hautflora, über das normale Maß hinaus gedeihen kann. Dieses abnorme Wachstum hat wiederum oftmals krankhafte Schuppenbildung zur Folge.

Dem kann mit diversen Mitteln entgegengewirkt werden. Als wirksam haben sich vor allem Zinkpyrithion, Econazol und Ketoconazol herausgestellt. Diese Wirkstoffe hemmen das Wachstum des erwähnten Pilzes und tragen so zur Normalisierung der gestörten Hautflora bei. Ketoconazol weist darüber hinaus noch antiandrogene Eigenschaften auf. Untersuchungen haben sogar gezeigt, dass dieses Mittel den Anteil der im Wachstum befindlichen Haare steigert und die geschrumpften Haare wieder stärkt.

Fazit: 3.5 Stars
Ketoconazol ist vor allem für jene Personen hilfreich, die an übermäßiger Schuppenbildung leiden. Der Wirkstoff hemmt nachweisbar das Wachstum des Pilzes Malassezia Furfur. Dass Ketoconazol zusätzlich noch antiandrogene Eigenschaften aufweist, ist ein dicker Pluspunkt. Erstaunlicherweise gibt es sogar Berichte, dass Ketoconazol bei manchen Personen den Haarausfall fördert. Zudem kann die übertriebene Anwendung zu trockenen Haaren führen. Wer sowieso spröde Haare hat, für den wäre Kokosöl eine interessante Option

 

Pantostin   

Bei Pantostin handelt es sich um ein Haarwuchsmittel, welches schon seit einiger Zeit erfolgreich gegen den altersbedingten Haarschwund eingesetzt wird. Die Hauptwirkung dieses Präparates beruht auf der Hemmung von männlichen Geschlechtshormonen in der Kopfhaut. So verringert der Wirkstoff Alfatriadol die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron. Genau jenes Hormon steht im Verdacht, die überempfindlichen Haarfollikel dermaßen verkümmern zu lassen, dass nur noch kleine und dünne Haare aus den Follikeln sprießen. Um den anlagebedingten Haarausfall längerfristig zu stoppen, ist es unumgänglich, die fehlprogrammierten Haarfollikel mit potenten Mitteln zu schützen.

 

Nebenwirkungen
Wie jedes Medikament hat auch Pantostin Begleiterscheinungen, so kann der darin enthaltene Alkohol zu vorübergehendem Brennen und Juckreiz führen.

Schwangerschaft
Schwangere wie auch stillende Frauen sollten vor der Anwendung einen Arzt zurate ziehen.

Studie
Die positive Wirkung von diesem Haarwuchsmittel  wurde in mehreren Studien belegt. In einer Untersuchung von Schaart und Kollegen mit 1975 Männern konnte ein Rückgang des Haarausfalls registrieren werden.

In einer zweiten Studie gaben 70 % der Teilnehmer an, dass sich ihr Haarverlust verringert hatte. Überdies zeigten Trichogramm-Analysen, dass Pantostin die Anzahl der Haare, welche sich im Wachstum befanden, steigerte.

Fazit: 3.6 Stars
Laut des Herstellers beruht Alfatradiol auf dem gleichen Wirkungsprinzip wie Finasterid. Der Wirkstoff hemmt also die Bildung des „haarwuchsfeindlichen“ DHT. Folglich „schützt“ diese Substanz die Haarfollikel vor dem Schrumpfen. Weitaus gesicherter als die „schützende“ Wirkung, ist jene auf das Haarwachstum. So ist durch Untersuchungen erwiesen, dass Alfatradiol die Anagenrate (Haare im Wachstum) steigert. Der gesteigerten Rate ist es auch zu verdanken, dass das Haupthaar ein bisschen dichter erscheint. Erfahrungsgemäß ist der Wirkstoff aber meist nur imstande, den Haarausfall zu verlangsamen bzw. zu stoppen, weswegen Pantostin wohl nur in leichten Fällen hilfreich ist.

Bockshornklee

haarwuchsmittelBockshornklee (Trigonella foenum-graecum) ist ein Schmetterlingsblütler, der in Asien und der Mittelmeerregion beheimatet ist. Bereits in der Antike war er als natürliches Haarwuchsmittel bekannt und wurde obendrein in der Pflanzenheilkunde eingesetzt, um verschiedenste Krankheiten zu behandeln.

 

Bockshornklee deckt mit seinen vielen Inhaltsstoffen ein weitreichendes Behandlungsspektrum ab. So wirken die in den Bockshornklee-samen enthaltenen ätherischen Öle desinfizierend und antibakteriell und können daher mittels Breiumschlag gegen Furunkel, Geschwüre und Ekzeme eingesetzt werden. Bitterstoffe regen den Appetit an und verbessern die Verdauung. Steroidsaponine, vor allem Diosgenin, schützen die Haarwurzeln vor DHT. Außerdem lassen die Mikronährstoffe und Proteine das haar schneller wachsen. Äußerlich aufgetragen reduziert Bockshornklee die Spliss-Bildung und lässt das Haar glänzender erscheinen.

 

Studie
Das proDerm Institut und die Uni Hohenheim führten eine Studie durch, um den Einfluss von Bockshornsamen-Konzentrat auf den anlagebedingten Haarausfall zu untersuchen. In dieser randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie wurden von 60 Teilnehmern über 6 Monate entweder Placebos(Scheinarzneimittel) oder Haarkapseln eingenommen.

Nach den 6 Monaten berichteten 82,9% der Teilnehmer aus der Verumgruppe, dass deren  Haardicke und  Haarvolumen zugenommen hat. Bei Männern verdichteten sich die Haare hauptsächlich im Scheitelbereich. Frauen konnten eine Steigerung der Haardichte in den Geheimratsecken feststellen. 74,3% bemerkten, dass ihre Haare kräftiger wurden.

 

Fazit: 3.0 Stars
Auch bei uns verbesserte sich der Haarausfall. Schon im ersten Monat fielen deutlich weniger Haare aus. Insgesamt wurden sie widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse. Nach mehreren Monaten wirkte das Haarkleid dichter und voluminöser. Um aber nicht überzogenen Erwartungen hervorzurufen, muss erwähnt werden, dass bei schnell fortschreitendem Haarausfall  kaum eine Wirkung zu erwarten ist. Aufgrund dessen sollte auch dieses Mittel nur in leichten Fällen in Betracht gezogen werden.

 

Bekommen Sie gratis die neuesten Informationen zum Thema Haarausfall

Registrieren Sie sich jetzt, um eine Email zu erhalten, wenn ich neue Inhalte publiziere.

Ich werde niemals Ihre Email Adresse weitergeben, handeln oder verkaufen. Sie können die Benachrichtigung jederzeit abbestellen.

Weitere interessante Themen


 

Schütthaar und MIcrohaarpigmentierung

Mit diesen beiden kosmetischen Verfahren/Produkten lässt sich der Haarausfall relativ gut kaschieren.

>>Mehr lesen<<

► Vitamin-/Nährstoffmangel | Ursache von Haarausfall?

Ausreichend Vitamine bzw. Nährstoffe sind für gesundes Haarwachstum unerlässlich.

>>Mehr lesen<<

► Finasterid | Haarwuchsmittel für Männer

Finasterid ist das wirksamste Mittel gegen Haarausfall, aber welche Nebenwirkungen gehen mit der Einnahme einher?

>>Mehr lesen<<