Haarwuchsmittel | Mittel gegen Haarausfall

Menschen mit Haarausfall leiden nicht nur an den körperlichen Begleiterscheiterscheinungen (z.b. Schuppenbildung), sondern auch unter der Tatsache, dass sich das geliebte Haar mit zunehmendem Alter immer stärker lichtet. Viele Betroffene suchen deshalb nach Abhilfe. Aber welche Mittel wirken tatsächlich?  Diese Frage versuchen wir auf dieser Seite bestmöglich zu beantworten. Zu diesem Zweck haben wir nicht nur neuste  Erkenntnisse herangezogen, sondern auch eigene Erfahrungen. So haben wir die Präparate mehrere Monate lang auf Herz und Nieren geprüft. Bei der Beurteilung spielten folgende Kriterien eine herausragende Rolle.

  • Verbesserung des Haarbildes
  • Erhöhung der Anagenrate
  • Zunahme der Haardicke
  • Haarneuwuchs
  • Verträglichkeit
  • Studienlage

Alle Haarwuchsmittel zeigen eine gewisse Wirksamkeit. Sämtliche Präparate senken die Haarausfallrate, darüber hinaus werden die Haare spürbar widerstandsfähiger. Außerdem zeigen Haar-Analysen, dass die Haarwuchsmittel das Verhältnis von ruhenden zu wachsenden Haaren verbessern. Erstaunlicherweise regte nur ein Produkt leichten Haarneuwuchs an. Genau aus diesem Grund ist es ratsam, rechtzeitig mit der Behandlung zu beginnen. Denn sollte der anlagebedingte Haarausfall schon zu weit fortgeschritten sein, können nicht mal die potentesten Mittel die Haarfollikel "wiederbeleben".

Minoxidil 

Minoxidil gehört zur Wirkstoffklasse der Antihypertensiva und wurde 1970 zur Behandlung von Bluthochdruck in den USA entwickelt. Vorwiegend findet dieses Medikament bei Patienten mit therapieresistentem Bluthochdruck Anwendung. Minoxidil entspannt dabei die Muskulatur an den herzfernen Gefäßwänden, wodurch diese sich weiten und der Blutdruck absinken kann. 

Bei vielen Patienten kam es im Zuge der Behandlung zu verstärktem Haarwuchs. Diese Nebenwirkung machte Minoxidil als Haarwuchsmittel interessant. So wurde der Wirkstoff zur lokalen Therapie des anlagebedingten Haarausfalls im Jahr 1986 zugelassen.

Wirkungsmechanismus
Der genaue Wirkungsmechanismus ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Es wird aber vermutet, dass Minoxidil die Durchblutung der Haarfollikel verbessert und diese deshalb wieder mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden. Infolgedessen vergrößern sich die Haarfollikel wieder und bilden kräftigere und dickere Haare. Des Weiteren steigert Minoxidil die DNA-Synthese in den Haarfollikelzellen, weshalb sich die Zellteilungsrate erhöht und  das Haarwachstum verbessert.

Anwendung
Für die Behandlung  des anlagebedingten Haarausfalls steht der Frau eine 2%ige und dem Mann eine 5%ige Lösung zur Verfügung. Nach Angaben des Herstellers sollte, um die besten Resultate zu erzielen, zweimal täglich 1 ml auf die befallenen Stellen aufgetragen werden. Um eine gleichmäßige Benetzung der Kopfhaut zu gewährleisten, muss die Tinktur mehrere Minuten einmassiert werden. Bei einigen Menschen kann die alkoholhaltige Lösung
zu Hautirritationen führen, diesen Personen steht seit Kurzem eine etwas teurere aber verträglichere -ohne Propylenglykol- Schaum-Variante einsetzten.

Nebenwirkungen
Obwohl die lokale Anwendung relativ nebenwirkungsarm ist, können bei manchen Begleiterscheinungen auftreten. So klagen einige Anwender über Rötungen, Schuppenbildung und Hautirritationen. Darüber hinaus gibt es Berichte über verstärkter Haarwuchs auf der Stirn, diese Nebenwirkung kommt aber nur sehr selten vor und zumeist nur bei dunkelhäutigen Südeuropäerinnen. Nach dem Absetzten verschwinden diese kleinen Härchen aber wieder.

 Hilfe, plötzlich starker Haarausfall!
In den ersten Wochen ist es möglich, dass der Haarausfall zunimmt. Dieses Phänomen nennt der Fachmann
shedding und kann als gutes Ansprechen auf die Therapie gedeutet werden. Die genaue Ursache hierfür ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich aber werden vermehrt alte Haare durch frisch Heranwachsende ersetzt. Nach ein paar Wochen sollte sich der Haarverlust normalisiert haben.

Wichtig ist, die Behandlung konsequent weiterzuführen.

Wo ist Minoxidil günstig erhältlich?
Im Gegensatz zu den Produkten für die innerliche Behandlung können die lokalen Therapeutika ohne Rezept erworben werden. Diese sind aber dennoch apothekenpflichtig und somit nur in ausgewiesenen Apotheken erhältlich. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Haartonikum  direkt vor Ort zu mischen. Da aber Minoxidil nur schwer löslich ist, raten wir von dieser Option ab. Viel einfacher und kostengünstiger sind die Produkte Online erhältlich. Da Haarwuchsmittel sowieso nur so lange wirken, wie sie angewendet werden, ergibt sich auf lange Zeit hochgerechnet eine enorme Kostenersparnis.

Fazit: 4.5 Stars4,5 / 5
Nach unserem Erachten ist Minoxidil neben dem verschreibungspflichtigen Medikament Finasterid zurzeit das
beste Mittel gegen den altersbedingten Haarausfall. Dieses Produkt stärkt nicht nur die bestehenden Haare (Haare werden dicker) und verlängert deren Wachstumsphase (Haare werden wieder länger), sondern fördert im Gegensatz zu den anderen Produkten sogar Haarneuwuchs. Minoxidil ist in verschiedensten Produkten enthalten. Relativ kostengüstig sind Bio-H-tin und Alopexy(5%). Der Hersteller Johnson & Johnson bietet neben der Lösung auch noch einen speziellen Schaum an. Dieser wird vom Großteil der Anwender nicht nur aufgrund der guten Wirkung, sondern auch wegen der besseren Verträglichkeit bevorzugt.


Pantovigar

Der Mensch verliert gewöhnlich bis zu 100 Haare täglich. Sollte diese Anzahl über einen längeren Zeitraum überschritten werden, oder die Haardichte immer weiter abnehmen, kann diffuser Haarausfall vorliegen. Da diese Form verschiedenste Ursachen haben kann, sollte als erstes abgeklärt werden, ob eine Krankheit oder ein Nährstoffdefizit vorliegt.

Bei diffusem Haarausfall ohne erkennbare Ursache und bei starkem saisonalen Haarwechsel, also vermehrter Haarausfall in den Herbst- und Frühlingsmonaten, hat sich Pantovigar als hilfreiche Behandlungsoption erwiesen. In einer 6-monatigen Placebo-kontrollierten Studie mit 30 Frauen konnte mittels TrichoScan-Aufnahmen festgestellt werden, dass die Einnahme von Pantovigar zur Verbesserung des gestörten Haarwachstumszyklus führte. Zu Beginn der Studie betrug die Anagenrate nur 72,5%, nach 6 Monaten war sie bei 80.5%. Anders ausgedrückt, befanden sich am Ende der Studie 8% mehr Haare in der Wachstumsphase. Darüber hinaus nahm die Anzahl der ausgefallenen Haare deutlich ab.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Pantovigar

Cystin, diese Aminosäure ist für den Aufbau von Haut und Nägel unabdingbar. Des weiteren schützt sie vor Freien radikalen und trägt zur Entgiftung des Körpers bei.

Medizinalhefe, beinhaltet viele Vitamine, Aminosäuren, Mineralien, Spurenelemente.

B-Vitamine, sind unter anderem für Stoffwechselvorgänge in den Haarwurzeln erforderlich.

Keratin, Hauptbestandteil von Haaren, Finger- und Zehennägel

Fazit: 4.0 Stars
Mit Pantovigar steht neben Priorin ein Mittel gegen Haarausfall zu Verfügung, dessen Wirksamkeit wissenschaftlich gesichert ist. So konnte nachgewiesen werden, dass dieses Präparat die Anagehaare erhöht. Ebenfalls sinkt die Haarausfallrate und die Haare gewinnen an Widerstandsfähigkeit. Durch diese Umstände verbessert sich letztendlich auch das Erscheinungsbild. Was Pantovigar leider kaum zu bewirken vermag, ist eine Steigerung der Haardicke und Haaranzahl. Um eine Verbesserung wahrzunehmen, ist eine Behandlung von mindestens 3-6 Monaten nötig.

Bockshornklee

Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) ist ein Schmetterlingsblütler, der in Asien und der Mittelmeerregion beheimatet ist. Bereits in der Antike war er als natürliches Haarwuchsmittel bekannt und wurde obendrein in der Pflanzenheilkunde eingesetzt, um verschiedenste Krankheiten zu behandeln.

Bockshornklee deckt mit seinen vielen Inhaltsstoffen ein weitreichendes Behandlungsspektrum ab. So wirken die in den Bockshornklee-samen enthaltenen ätherischen Öle desinfizierend und antibakteriell und können daher mittels Breiumschlag gegen Furunkel, Geschwüre und Ekzeme eingesetzt werden. Bitterstoffe regen den Appetit an und verbessern die Verdauung. Steroidsaponine, vor allem Diosgenin, schützen die Haarwurzeln vor DHT. Außerdem regen die Mikronährstoffe und Proteine das Haarwachstum an. Äußerlich aufgetragen reduziert Bockshornklee die Spliss-Bildung und lässt das Haar glänzender erscheinen.

Studie
Das proDerm Institut und die Uni Hohenheim führten eine Studie durch, um den Einfluss von Bockshornsamen-Konzentrat auf den anlagebedingten Haarausfall zu untersuchen. In dieser randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie wurden von 60 Teilnehmern über 6 Monate entweder Placebos(Scheinarzneimittel) oder Haarkapseln eingenommen.

Nach den 6 Monaten berichteten 82,9% der Teilnehmer aus der Verumgruppe, dass deren Haardicke und Haarvolumen zugenommen hat. Bei Männern verdichteten sich die Haare hauptsächlich im Scheitelbereich. Frauen konnten eine Steigerung der Haardichte in den Geheimratsecken feststellen. 74,3% bemerkten, dass ihre Haare kräftiger wurden.

Fazit: 4.0 Stars4,0 / 5
Auch bei uns verbesserte sich der Haarausfall. Schon im ersten Monat fielen deutlich weniger Haare aus. Insgesamt wurden sie widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse. Nach mehreren Monaten wirkte das Haarkleid dichter und voluminöser. Um aber nicht überzogenen Erwartungen hervorzurufen, muss erwähnt werden, dass bei schnell fortschreitendem Haarausfall kaum eine Wirkung zu erwarten ist. Aufgrund dessen sollte auch dieses Mittel nur in leichten Fällen in Betracht gezogen werden.

Pantostin   

Mittel gegen Haarausfall

Bei Pantostin handelt es sich um ein Haarwuchsmittel, welches schon seit einiger Zeit erfolgreich gegen den altersbedingten Haarschwund eingesetzt wird. Die Hauptwirkung dieses Präparates beruht auf der Hemmung von männlichen Geschlechtshormonen in der Kopfhaut. So verringert der Wirkstoff Alfatriadol die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron. Genau jenes Hormon steht im Verdacht, die überempfindlichen Haarfollikel dermaßen verkümmern zu lassen, dass nur noch kleine und dünne Haare aus den Follikeln sprießen. Um den anlagebedingten Haarausfall langfristig zu stoppen, ist es wichtig, die Haarfollikel zu schützen.

Nebenwirkungen
Wie jedes Medikament hat auch Pantostin Begleiterscheinungen, so kann der darin enthaltene Alkohol zu vorübergehendem Brennen und Juckreiz führen.

Schwangerschaft      

Schwangere wie auch stillende Frauen sollten vor der Anwendung einen Arzt zurate ziehen.

Studie  
Die positive Wirkung von diesem Haarwuchsmittel  wurde in mehreren Studien belegt. In einer Untersuchung von Schaart und Kollegen mit 1975 Männern konnte ein Rückgang des Haarausfalls registrieren werden.

In einer zweiten Studie gaben 70 % der Teilnehmer an, dass sich ihr Haarverlust verringert hatte. Überdies zeigte  eine Trichogramm-Analyse, dass Pantostin die Anzahl der Haare, welche sich im Wachstum befanden, steigerte.

Fazit: 3.6 Stars3,6 / 5
Die Ergebnisse der Studien spiegeln auch unsere Erfahrungen wieder. So verbesserte sich das Haarbild schon nach 3 Monaten, außerdem nahm der Haarausfall innerhalb des ersten Monats merkbar ab, kleine lichte Stellen wurden unauffälliger. Da dieses Präparat allerdings kaum Haarneuwuchs fördert, ist davon auszugehen, dass bei ausgedünnten Haaren kein akzeptables Ergebnis erzielt werden kann. Höchstwahrscheinlich kann Pantostin bei den meisten Anwendern den Haarausfall nur stoppen bzw. verlangsamen. Deshalb empfehlen wir dieses Haarwuchsmittel nur bei leichtem Haarverlust.

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