Interessante Themen


 

► Vitamin-/Nährstoffmangel - Ursache von Haarausfall?

Vitamine und Mineralstoffe sind für den Körper unerlässlich. Aber geht mit einem Mangel auch vermehrter Haarverlust einher?

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► Haarwuchsmittel - hilfreich bei Haarausfall?

Haarwuchsmittel versprechen Abhilfe, aber was darf man von diesen Produkten wirklich erwarten?

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Schütthaar und Mikrohaarpigmentierung

Mit diesen beiden kosmetischen Verfahren/Produkten lässt sich der Haarausfall relativ gut kaschieren.

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Was tun bei Haarausfall?
Bekommen Sie wieder dickere Haare

Was tun gegen Haarausfall? Durch welche Behandlung bekommt man(n) dickere und vollere Haare? Mit diesen und ähnlichen Fragen stehen Sie nicht alleine, denn viele Menschen leiden an dünner werdenden Haaren.

In fast allen Kulturkreisen wird dichtes Haar mit Erfolg, Vitalität und Attraktivität assoziiert. Vor allem in der westlichen Welt spielen diese Eigenschaften eine herausragende Rolle. Insofern ist es nur verständlich, dass Betroffene dem Ausdünnen der Kopfhaare nicht tatenlos zusehen wollen und nach Wegen suchen, den Haarverlust zu stoppen oder gar rückgängig zu machen.

Schon die Römer suchten nach Methoden und Haarwuchsmittel, welche das Haarwachstum fördern. Für sie hatte der Schopf eine besondere Bedeutung und galt schlechthin als Statussymbol. Um diesen zu erhalten, setzten sie verschiedene Samen, Pflanzen und Tinkturen ein.

Dank wissenschaftlicher Weiterentwicklung wissen wir heute weitaus mehr über das Haarwachstum als früher. So spielen nicht nur die Ernährung und Hormone eine wichtige Rolle, sondern auch das Immunsystem. Es setzt sich allmählich die Erkenntnis durch, dass Haarausfall nicht nur auf eine Ursache zurückzuführen ist, sondern mehrere Faktoren daran beteiligt sind. Diese Erkenntnis hilft, wirksame Behandlungsformen zu entwickeln.

Erfahren Sie im Folgenden, welche Ursachen hinter Haarausfall stecken, wie Haarwachstum vonstatten geht und wie Sie diesen unterstützen bzw. anregen können. Weiters stellen wir Methoden vor, welche die lichten Stellen verbergen.

Normaler Haarausfall

Wenn Sie auf Ihrem Boden, Waschbecken oder Bürste zahlreiche Haare auffinden, ist dies noch kein Grund zur Besorgnis,denn  Haarausfall ist naturgegeben und jeder Mensch verliert über den Tag verteilt bis zu 100 Kopfhaare. Diese Anzahl ist selbstverständlich nur ein grober Mittelwert und so können Personen mit einem besonders dichten Schopf auch schon mal mehr Haare verlieren, ohne Gefahr zu laufen, lichtes bzw. dünnes Haar zu bekommen. Auch an Tagen, an denen das Kopfhaar gewaschen wird, ist es nicht ungewöhnlich, dass mehr als die „üblichen“ 100 Haare verloren gehen. Zudem gibt es ohnehin Phasen, wo mal mehr mal weniger Haare ausfallen.

Problematisch wird der Haarverlust erst, wenn mehr Haare ausfallen als nachwachsen. Wenn also über einen längeren Zeitraum übermäßig viele Haare ausfallen, sich lichte beziehungsweise kahle Stellen bilden, sollte ein Arzt zurate gezogen werden. Dies gilt vor allem bei vernarbendem Haarausfall oder wenn Schuppen auftreten. Meist kann der Arzt schon anhand vom Erscheinungsbild die Form und  Ursache des Haarausfalls bestimmen und über etwaige Behandlungsmöglichkeiten informieren.

 Mögliche Gründe für Haarausfall

  •  Nährstoffmängel infolge von Diäten oder Krankheiten
  • Einnahme von Medikamenten (Retinoide, Säureblocker, Antibiotika, usw.)
  • Autoimmunerkrankungen
  • Genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber DHT (Dihydrotestosteron)
  • Übermäßiger Stress
  • Hauterkrankungen und Pilzinfektionen
  • Strahlentherapie bei Krebs
  • Hormonumstellung nach der Schwangerschaft
  • Schwermetallvergiftung
  • Infektionskrankheiten (Scharlach, Grippe, usw.)

Vermehrter Haarausfall im Herbst

Bei einigen Menschen kann es vor allem in den Herbst- und Frühlingsmonaten zu verstärktem Haarausfall kommen. Dieses Phänomen dauert meist nur wenige Wochen und ist höchstwahrscheinlich ein evolutionäres Überbleibsel. Am auffälligsten ist diese Veranlagung bei Tieren. So können wir den saisonalen Haarwechsel am besten bei unseren eigenen Haustieren beobachten. Diese hinterlassen speziell in den Herbsmonaten haufenweise Haare auf Möbeln, Teppichen und Kleidungsstücken.

Dass der Mensch einem ähnlich gearteten Phänomen unterliegt, hat die Arbeitsgruppe von Courtois 1996 festgestellt. Ihren Ergebnissen nach liegt der Anteil der Telogenhaare (bald ausfallende Haare) im Herbst am höchsten. Der Grund hierfür dürfte die starke und lange Sonnenbestrahlung in den Sommermonaten sein, die dazu führt, dass immer mehr Haare von der Wachstumsphase in die Ruhephase übergehen und dann im Herbst ausfallen. In welchem Ausmaß dies geschieht, ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wenn erwünscht, können Vitalstoffkombinationen (Pantovigar und Priorin) eingesetzt werden.

Haarausfall und Vitamine/Nährstoffe

Die Erkenntnis, dass die extrem aktiven Haarwurzeln auf reichlich Nährstoffe angewiesen sind, dürfte wohl bei niemandem große Verwunderung hervorrufen. So ist allgemein bekannt, dass sich ein Mangel an Vitalstoffen oftmals durch dünner werdendes Haar offenbart. Volles und dichtes Haar gilt demnach regelrecht als Indikator für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Was aber, wenn das Kopfhaar nicht mehr so wächst wie gewünscht? Welche Mängel sind sogar in unserer hoch entwickelten Gesellschaft anzutreffen? Und sollte ein Nährstoffdefizit vorliegen, mit welchen Nahrungsmitteln lässt sich der Mangel am besten beheben?

Vitaminmangel und Haarausfall

Haarwuchsmittel

Sie versprechen Abhilfe, doch nur wenige sind tatsächlich wirksam. Die Rede ist von Haarwuchsmitteln. Zu diesen Produkten wird gegriffen, wenn der Wunsch besteht, dass Haupthaar zu erhalten bzw. die lichten Stellen zu verdichten. Welche Haarwuchsmittel aber diesen Anspruch erfüllen und wie diese wirken, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Da beim hormonellen Haarausfall der Haarbulbus und die dermale Papille zunehmend verkümmern und infolgedessen die Haarwurzel nur noch unzureichend mit Blut und Nährstoffe versorgt werden, können Produkte hilfreich sein, welche die Zufuhr von Vitalstoffen verbessern. Denn erst wenn die Haarwurzeln genügend Nährstoffe erhalten, bilden sich gesunde und kräftige Haare. Momentan gibt es verschiedene Produkte, die das begünstigen. Am effektivsten ist mit Sicherheit Minoxidil, dieser Wirkstoff vergrößert erwiesenermaßen die Blutgefäße um die Haarfollikel und steigert damit deren Versorgung mit wichtigen Nährstoffen. Doch nicht nur synthetische Stoffen wird diese Wirkung zugesprochen, auch Pflanzen wie Bockshornklee und Brenneseln steigern den Blutfluss. Ob diese Gewächse aber den Haarausfall letzten Endes stoppen bzw. verzögern, ist bis heute nicht belegt!

Haarausfall was hilft

Auf einem anderen Mechanismus beruhend, aber genau so wirksam sind jene Haarwuchsmittel, die die überempfindlichen Haarfollikel „schützen“. Mit zunehmendem Alter reagieren diese immer sensibler auf männliche Geschlechtshormone und beginnen, wie bereits erwähnt, zu schrumpfen. Bei Frauen wird dies oftmals erst in der Menopause sichtbar, bei Männern dünnt das Kopfhaar meist schon mit Beginn des 20. Lebensjahres aus. Erfreulicherweise können wir dieser Entwicklung entgegensteuern. Vor allem der in Proscar enthalte Wirkstoff Finasterid senkt die Konzentration desjenigen Hormons, welches für die Verkümmerung der Haare verantwortlich ist. Frühzeitig angewannt, kann der Wirkstoff den Haarausfall beim Mann stoppen und die geschwächten Haare stärken. Nicht so effektiv, dafür aber mit weniger Nebenwirkung behaftet, ist die lokale Anwendung von Alfatriadol. Diese Substanz verlangsamt das Fortschreiten des Haarausfalls. Im besten Fall wird dieser sogar über eine längere Zeit gestoppt.

Rauchen und Haarausfall

Eine günstige und gesunde Möglichkeit das Haarwachstum zu unterstützen, ist, den Tabakkonsum zu reduzieren. Denn neue Studien legen nahe, dass Raucher nicht nur früher die Haare verlieren, sondern auch schneller ergrauen. Eine Befragung von 740 Männern zwischen 40 und 90 Jahren im Far Eastern Memorial Hospital ergab, dass Raucher im Vergleich zu gleichaltrigen Nichtrauchern mit über 80% höherer Wahrscheinlichkeit an drogeninduziertem Haarausfall leiden. Nach Ansicht der Forscher dürfte dies daran liegen, dass die Schadstoffe im Rauch die Blutgefäße rund um die Haarwurzel schädigen. Außerdem fördert der Tabakkonsum Entzündungsreaktionen in der Haut, welche sich wiederum negativ auf das Haarwachstum auswirken

Haarausfall und Rauchen

Trockenes/sprödes Haar

Nicht nur Haarausfall stellt für viele ein Problem dar, auch spröde, matte und trockene Haare sind oftmals ein Grund zur Besorgnis. Ursachen für strapaziertes Haar gibt es viele. Insbesondere das übermäßige Waschen sowie die Anwendung falscher Pflegeprodukte können schädlich sein. Außerdem sind extreme klimatische Bedingungen wie übermäßige Hitze bzw. Kälte der Haargesundheit abträglich. Kommen zusätzlich noch starke Sonnenbestrahlung, Meeresluft, Chlorwasser oder sonstige belastende Umwelteinflüsse hinzu, ist es gar nicht mehr gut um das Haar bestellt. Abhilfe können unter anderem Conditioner und Haaröle schaffen. Diese Produkte wurden dahingehend konzipiert, dass Haupthaar mit allem Nötigen zu versorgen. Insbesondere Haaröle führen dem Haar wichtige Fette zu, was besonders Langhaarigen zugutekommt, da deren eigene Talgproduktion meist nicht mehr hinreichend die Haare befetten kann. Zusätzlich enthalten diese Produkte noch UV-Absorber, welche die Haare vor den schädlichen Strahlen schützen.

Kokosöl und Arganöl für die Haare

Haarzyklus

Wir verdanken es dem asynchronen Haarwachstum, dass unsere Kopfhaut durchgehend mit Haaren bedeckt ist. So hat jeder Haarfollikel seinen eigenen vom Nachbar Follikel unabhängigen Rhythmus. Solange sich nur ausreichend Haare im Wachstum befinden, hinterlässt der tägliche Haarverlust keine Spuren. Es ist auch erwiesen, dass die Haardichte von der Jahreszeit abhängt. So liegt im März die Anagenrate (Haare im Wachstum) mit 90% am höchsten, im Verlauf des Jahres sinkt sie stetig, bis sie im August ihren Tiefstand erreicht hat. Bei krankhaftem Haarausfall lässt sich zumeist auch eine niedrige Anagenrate feststellen.

 

 

kräftiges und dickes Haar

Anagen (Wachstumsphase)

Von den durchschnittlich 100.000 Kopfhaaren befinden sich normalerweise 85-90% in der Wachstumsphase.Während dieser Phase weisen die Haarfollikel eine extrem hohe Aktivität auf. So teilen sich die Haarzellen 5x so schnell wie übliche Hautzellen. Die Länge der Anagenphase ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt von genetischen und hormonellen Faktoren ab. Durchschnittlich beträgt sie aber beim Mann 2-4 Jahre, bei einer Wachstumsgeschwindigkeit von ca 0.035cm/tag ergibt sich eine maximale Haarlänge von 52cm.

Die Haare der Frauen wachsen zwar ein bisschen langsamer, befinden sich dafür um bis zu 2 Jahre länger im Anagenstadium und können dadurch eine Länge von 80cm erreichen. Haare, die sich in der Wachstumsphase befinden, nennt man Papillarhaar.

Wie Haare schneller wachsen lassen?

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lichtes und schütteres Haar

Übergang (katagenphase)

Im Anschluss an die Wachstumsphase beginnt die Katagenphase. Bis zu 2% der Haare sind in diesem 3-4 Wochen dauerenden Stadium. In dieser Phase verkümmern die Haarfollikel und die Haare werden nicht mehr mit Nährstoffen versorgt. Es finden Umbauvorgänge in der Haarwurzel statt.
Haare in dieser Phase nennt man Beethaar.

 

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Haare kräftigen und stärken

Ruhephase (Telogenphase)

Im letzten Stadium befinden sich gewöhnlich 12-15% der Kopfhaare. In den 4 Monaten regenerieren sich die Haarfollikel wieder und bilden neue Haare. Haare, die sich in dieser Phase befinden, nennt man auch Kolbenhaare.

Wissenswertes über Haare

was hilft gegen HaarausfallHaare zählen wie Fuß- und Fingernägel zu den Hautanhangsgebilden. Zu 80 % bestehen Haare aus Keratin, diese Eiweißverbindung verleiht ihnen die nötige Elastizität und Festigkeit. Wasser macht 15% der Gesamtmasse aus. Die restlichen 5% sind Pigmente, Mineralien, Fette. Erstere werden von Melanozyten produziert und verleihen den Haaren die individuelle Farbe. Durchschnittlich beträgt die Haardicke von Mitteleuropäern 0.06mm. Auch wachsen diese mit 2.5mm/Woche am zweitschnellsten, nur Barthaare wachsen mit 2,8mm/Woche noch schneller.

Außer an den Handinnenflächen, Fußsohlen, Brustwarzen und Lippen hat der Mensch am ganzen Körper Haare. Von den 5 Millionen befinden sich ca 90.000-150.000 auf dem Kopf. Blonde weisen die meisten Kopfhaare auf, gefolgt von Braunhaarigen, Schlusslicht bilden die Rothaarigen mit nur ca. 90.000. Männer haben schneller wachsende und dichtere Haare als Frauen, ihre hingegen befinden sich länger in der Wachstumsphase. Auch zwischen Ethnien gibt es große Unterschiede. So haben Europäerinnen mit über 120.000 Haaren den dichtesten Schopf. Asiatinnen 90.000 und Afrikanerinnen mit nur 81.000 die wenigsten Haare.

Diagnosemethoden -Was tun gegen Haarausfall

dünnes, dickes Haar

Zupftest

Der Zupftest ist die einfachste Methode um den Schweregrad des Haarverlustes festzustellen. Dazu werden an mehreren Stellen mit dem Zeigefinger und Daumen einige Haare gegriffen und leicht an ihnen gezogen. Sollten sich 30-40 % der Haare lösen, ist von krankhaftem Haarausfall auszugehen. Wichtig ist auch noch zu ermitteln, ob sich die Haare mit oder ohne Wurzeln gelöst haben.

 

Trichogramm

Bei dieser Untersuchungsmethode wird mittels Lichtmikroskop das Verhältnis von wachsenden zu ruhenden Haaren bestimmt. Hierfür werden 50 Haare von der betroffenen Stelle und weitere 50 von einem gesunden Areal ausgerissen und separat unter Beschau genommen. Anhand der Haarwurzelformen kann der Arzt nun feststellen, ob ein Gleichgewicht zwischen den Wachstumsphasen besteht. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, sollte ca.1 Woche lang aufs Haarewaschen verzichtet werden. Auch tragen übermäßiges Stylen und Haarefärben zur Verzerrung des Resultats bei. Der große Nachteil diese Verfahren sind die Schmerzen,die durchs Haare ausreißen entstehen.

Trichoscan

Ein weitaus exakteres Verfahren ist der Trichoscan. Mithilfe dieses computergestützten Analyseverfahrens können Haardichte, Art der Haare, dicke der Haare und auch das Verhältnis von wachsenden zu ruhenden Haaren bestimmt werden. Anders als beim Trichogramm werden bei diesem Verfahren keine Haare herausgerissen, sondern nur eine Fläche von 2cm² rasiert. Nach 3 Tagen wird diese Stelle eingefärbt und anschließend eine Aufnahme angefertigt. Anhand dieser kann eine Software berechnen, wie viel Prozent der Haare sich in der Wachstumsphase befinden. Großer Vorteil der Trichoscans ist, dass Behandlungserfolge schnell gemessen werden können.

 

Bei diffusem Haarausfall ist eine gründliche Blutuntersuchung angezeigt. Denn oftmals ist Haarausfall nur ein Symptom einer dahinter liegenden Krankheit. Um der Ursache auf die Schliche zu kommen, reichen meisten schon 4 Parameter aus. So sollte der Fokus auf den Hämoglobin-, Ferritin-, TSH-, Blutsenkungswerten liegen. Wenn Frauen zusätzlich noch männliche Körperbehaarung haben oder Menstruationsstörungen auftreten, sollte ein Endokrinologe hinzugezogen werden.